Beitrags­senkung in der gesetzlichen Kranken­versicherung

Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung teilte am 05.12.2018 mit, dass jeder vierte gesetzlich Versicherte in der gesetzlichen Krankenkasse weniger Krankenkassenbeitrag zahlen muss. Die noch knapp über 100 hundert gesetzlichen Krankenkassen haben für ca. 21 Millionen Versicherte die Zusatzbeiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung im Jahr 2018 gesenkt.

Jeder vierte Versicherte zahlt weniger Beiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung, so die Aussage von Dr. Doris Pfeiffer, Vorstandsvorsitzende des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenkassen. In der gesetzlichen Krankenkasse sind 72 Millionen Menschen gesetzlich krankenversichert.

Für 21,9 Millionen gesetzlich Versicherte ist im Jahr 2018 der Zusatzbeitrag gesenkt worden. Im Blick auf den Gesundheitsfonds ändert sich aber die Sichtweise. Diese habe im Gegensatz zu den Krankenkassen ein Minus von 3,2 Milliarden Euro gemacht. Die Krankenkassen haben einen Überschuss von 1,86 Milliarden Euro zu verbuchen. Und zwar in den ersten drei Quartalen 2018.

Dennoch erwarten die Krankenversicherung eine Einnahmeverbesserung des Gesundheitsfonds im 4. Quartal 2018. Dies deshalb, weil sich die Einnahmesituation wegen den zu erwartenden Weihnachtsgeldern verbessern wird.

Die Gesamtrücklagen der gesetzlichen Krankenversicherungen betragen 2018 mit Stand 30.09.2018 rund 21 Milliarden Euro. Eine stolze Summe, wenn man bedenkt, wie viele beantragte Heil- und Hilfsmittelleistungen durch die gesetzlichen Krankenkassen abgelehnt werden.

 

Beitrags­senkung in der gesetzlichen Kranken­versicherung- Jeder vierte Versicherte zahlt weniger Beiträge: Senkung 2019 auf 0,9 Prozent

Der durchschnittliche bundesweit geltende Zusatzbeitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung wurde durch Rechtsverordnung auf 0,9 Prozent für das Jahr 2019 gesenkt.

Der Zusatzbeitrag wird 2019 paritätisch gezahlt. Für die Rentnerinnen und Rentner in diesem Punkte eine finanzielle Erleichterung, die 2019 kommen wird.

 

Beitrags­senkung in der gesetzlichen Kranken­versicherung- Jede vierte Versicherte zahlt weniger Beiträge: Druck auf die Leistungserbringer

Der Spitzenverband der GKV will weiter den Druck auf die Leistungserbringer aufrechterhalten oder erhöhen für die Versicherten mehr Leistungen zu erbringen. Dies wegen den hohen Überschüssen. Wenn Leistungserbringer mehr Ausgaben haben, muss auch etwas beim Versicherten ankommen.

 

Beitrags­senkung in der gesetzlichen Kranken­versicherung -Jeder vierte Versicherte zahlt weniger Beiträge: Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze 2019

Die Beitragsbemessungsgrenze in der GKV wird zum 01.01.2019 erhöht. Die neuen Rechengrößen wurden in der Rechengrößenverordnung 2019 festgelegt. Die Beitragsbemessungsgrenze steigt 2019 auf 54.400€ in West und Ost. Daneben wird die für die freiwilligen KV-Beiträge wichtige Bezugsgröße auf 3115 € festgelegt. Sie gilt im Westen Deutschlands. Damit steigen bei Beziehern von Einkommen in diesem Bereich auch die Beiträge für die gesetzlichen Krankenversicherungen.

 

Fazit:

Die gesetzlichen Krankenkassen senken den Zusatzbeitrag. Ein wichtiges Signal an die Versicherten. Auch wenn es nur kleine Abschläge sind, aber immerhin. Hingegen die privaten Krankenkassen immer teurer werden und viele Menschen sich die Prämien nicht mehr leisten können.

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